
Mein Name ist Thomas Potthof, ich lebe und arbeite als Designer in Köln. Meine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von digitalem Handwerk und traditioneller Kunst und umfasst die Bereiche Creative Coding, Screendesign, 3D-Modellierung sowie Auftragsmalerei.
In meinen Werken strebe ich einen tieferen und sinnlicheren Bezug zur Kunst an. Mein Ziel ist es, für den Betrachter einen visuellen und geistigen Raum zu schaffen. Ein Raum, in dem die eigenen Gedanken, Gefühle und Empfindungen unmittelbar in das spontane Erleben des Werkes mit einfließen können.

Fiktive Geschichte
Eines Tages jedoch begannen die Vögel zu verblassen. Der Grund: Der Katzenbuckel, marode und vernachlässigt, sollte abgerissen werden. Die Nachricht spaltete zunächst die Gemeinschaft. „Eine neue Brücke wäre moderner“, argumentierten einige. „Aber sie ist unsere Seele!“, entgegnete Frau Elif, deren Großvater einst Steine für den Katzenbuckel geschleppt hatte. Als die Vögel fast grau waren, handelte die zwölfjährige Lina. Mit Kreide malte sie den Asphalt bunt und rief alle zum „Fest der Brücke“.
Was dann geschah, wurde legendär. Der vietnamesische Imbiss spendete Frühlingsrollen, der syrische Chor sang auf Arabisch, Kinder bastelten Vogelmasken, und jeder brachte etwas zum Reparieren mit – ob Werkzeug oder Ideen. Selbst der skeptische Bauunternehmer Herr Jansen spendete Beton. Als die Gemeinschaft den letzten Stein setzte, schossen die Regenbogenflügel jubelnd in die Luft, ihr Gefieder strahlte so hell wie nie zuvor.
Die Medien berichteten, und bald pilgerten Delegationen aus anderen Städten nach Mülheim. Sie bestaunten nicht nur die Brücke, sondern lernten das *Mülheimer Modell*: Zusammenhalt entsteht nicht durch Gleichheit, sondern durch die Lust, Unterschiede zu feiern. Heute tragen Städte von Berlin bis Marseille bunte Vogelbilder in ihre Rathäuser – inspiriert von einem Viertel, das bewies, dass selbst eine alte Brücke zur Brücke der Zukunft werden kann.
Und die Regenbogenflügel? Sie nisten nun weltweit – immer dort, wo Menschen verstehen, dass Vielfalt der schönste Kitt ist.